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Der dortige Staatskanzleichef Dirk Schrödter sprach am Mittwoch von einem guten Ergebnis. Die bei den Verhandlungen federführende Staatskanzlei in Nordrhein-Westfalen wollte die geplante Reform zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommentieren.

Teil 3: Verluste zurückholen: So funktioniert der Prozess

Mit der Gesetznovelle reagieren die Bundesländer auf den Druck, der durch den boomenden Schwarzmarkt entstanden ist. Den für das Glücksspielrecht weitgehend zuständigen Bundesländern ist es nicht gelungen, die bislang geltenden Verbote durchzusetzen. Schwarzmarkt-Anbieter aus dem Ausland konnten agieren, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Befürworter einer Marktöffnung bemängeln, dem Staat seien dadurch seit Jahren Steuereinnahmen verloren gegangen. Kritiker befürchten mit der nun angestrebten Regelung steigende Suchtgefahren insbesondere für Jüngere. Für den 19. Februar sind Branchenverbände zur Anhörung nach Düsseldorf geladen. In Verhandlungskreisen erwartet man keine grundlegenden Änderungen mehr. Nach dem Beschluss Anfang März müssen die Landesparlamente das Gesetz ratifizieren, sodann muss die EU-Kommission den Regeln noch zustimmen. Am 1.

  • Pflicht zur Einrichtung eines Spielerkontos mit personenbezogenen Daten
  • Verfahren zur Festlegung von täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Limits
  • Optionen für zeitliche Spielsperren (Selbstausschluss)
  • Zugang zu Spielverlaufsdaten und Transaktionshistorie
  • Vorhandensein von Realitätschecks und Aktivitätsübersichten
  • Angebote von Beratungsstellen und Hilfsprogrammen direkt auf der Plattform

Juli 2021 soll das Gesetz in Kraft treten - dann läuft der bisherige Staatsvertrag aus. 29 lizenzierte Online-Wettanbieter buhlen derzeit um die Gunst spielfreudiger Kundschaft – Tendenz steigend. Der milliardenschwere Markt ist hart umkämpft, das Interesse der Betreiber, die Gewinne zu maximieren, groß. Dabei überschreiten manche die Grenzen der Legalität oder haben diese zumindest in der Vergangenheit überschritten. Die Leidtragenden sind oft die Spieler:innen.

Aufgabenbereich Konkrete Befugnis Instrument
Lizenzvergabe & -aufsicht Erteilung, Verlängerung und Entzug von Lizenzen Verwaltungsakt
Marktüberwachung Identifikation und Bekämpfung illegaler Anbieter Zugangssperren (ISP-Blockaden)
Verbraucherschutz Entgegennahme von Beschwerden und Sanktionierung Bußgelder bis 500.000 €
Sperrdatei OASIS Betrieb und Verwaltung der zentralen Sperrdatei Technische Infrastruktur

Sie werden durch unlautere Praktiken in die Such getrieben. Wir nehmen Online-Wettanbieter in den Blick und beleuchten die Probleme. Die sogenannte Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) umfasst aktuell 29 lizenzierte Betreiber.

  • Verfügbare Sportarten bei legalen deutschen Wettanbietern
  • Übliche Wettmärkte (Ergebnis, Handicap, Over/Under, Live-Wetten)
  • Technische Voraussetzungen für sicheres Wetten (SSL-Verschlüsselung)
  • Angebotene Zahlungsmethoden (Giropay, Sofortüberweisung, PayPal)
  • Vorhandensein von Android- und iOS-Apps lizenzierter Anbieter
  • Verfügbarkeit von Kundenservice auf Deutsch (Telefon, Live-Chat, E-Mail)

Darunter finden sich im Sportwettenbereich z.B.: Die Whitelist ist eine Sportwettenanbieter-Übersicht derer, die eine gültige Lizenz der GGL für Online-Wetten besitzen.

Ende 2009

Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich die Bundesländer auf eine Gesetzesreform geeinigt, mit der erstmals Glücksspiele im Internet weitgehend erlaubt werden sollen. Online-Poker und digitale Roulette-Spiele, aber auch virtuelle Spielautomaten wären damit erstmals legal. Für Sportwettenanbieter, die bislang in einer rechtlichen Grauzone und teils illegal agieren, soll es dauerhafte Erlaubnisse geben. Die Regierungschefs der Länder sollen die neue Glücksspielregulierung auf ihrer nächsten Konferenz am 5. März beschließen.

für die Veranstaltung von Sportwetten im Internet

Lottogesellschaften, Sportwetten- und Casinoanbieter setzen hierzulande nach Daten der Bundesländer 13,9 Milliarden Euro um. Der Schwarzmarkt ist riesig: Ein Fünftel dieser Summe entfällt auf bislang illegale Angebote. Allein an die zwei Milliarden Euro verdienen Anbieter illegaler Online-Casinos schätzungsweise im Jahr. Den größten Anteil haben nach wie vor Spielautomaten in Gaststätten und Spielhallen mit einem Marktanteil von gut 42 Prozent, gefolgt von den 16 Lotteriegesellschaften der Bundesländer mit etwa 33 Prozent. Illegale Angebote wachsen seit Jahren am schnellsten. Die aufgeführten Betreiber müssen sich an bestimmte Auflagen halten. Viele tun aber genau das nicht – und betreiben damit illegales Glücksspiel. Darauf gehen wir im weiteren Verlauf noch genauer ein.

Beste deutsche Wettanbieter – Die Top 5 im Mai 2026

Nach dem geltenden Glücksspielstaatsvertrag dürfte überhaupt kein privater Anbieter - ob mit Lizenz aus Gibraltar, Großbritannien, Malta oder Österreich - in ganz Deutschland um Einsätze werben. Dennoch haben sich die Oddset-Konkurrenten etabliert im Dunst der gescheiterten Regulierung. Nach dem EuGH-Urteil von Anfang Februar dürfen private Anbieter ohne deutsche Lizenz vorerst nicht bestraft werden. Davon profitiert auch der Staat: Die "illegalen" privaten Anbieter zahlen sogar freiwillig Wettsteuern - im Jahr 2015 waren es nach Angaben der Bundesregierung gut 240 Millionen Euro. Doch dort war die Skepsis zu den Vereinbarungen des Glückspielstaatsvertrages von Anfang an groß.

Fazit: Online-Casino Deutschland: heute häufig legal und trotzdem gute Klagechancen

Nun droht das Land mit einem Ausstieg aus dem Staatsvertrag. Sollten bedenkliche Passagen nicht geändert werden, könnte Hessen ein eigenes Glücksspielgesetz vorlegen. Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte schon vor einiger Zeit gefordert, die Länder sollten das Verfahren neu starten. Die Wiesbadener Landesregierung hatte im vergangenen Oktober unter anderem vorgeschlagen, die Begrenzung von Lizenzen für Sportwetten-Anbieter aufzuheben. Doch die anderen Länder handeln derzeit mehrheitlich offenbar nach dem Motto "Augen zu und durch". 2023 gingen allein auf das Konto der gelisteten Unternehmen Umsätze in Höhe von rund 2 Mrd. EUR. Online-Glücksspiel ist ein Profit-getriebenes Geschäft, in dem Regularien vonseiten der Online-Wettanbieter oft hinten angestellt werden – mit zum Teil verheerenden Folgen für Spieler:innen. Wettsucht und ein daraus resultierender finanzieller Ruin mit weiteren Folgen sind keine Seltenheit.

Top 10: Wettanbieter mit deutscher Lizenz:

Nach dem neuen Glücksspielstaatsvertrag soll eine bundesweit zuständige Behörde geschaffen werden, die künftig für die Regulierung des Online-Angebots zuständig ist. Spieler dürften dem Entwurf zufolge nicht mehr als 1000 Euro pro Monat über alle Angebote hinweg einzahlen. Eine bundesweite Sperrdatei soll Spielsüchtige von allen Spielangeboten abschneiden. Anbieter müssen zudem ein "automatisiertes System" zur Früherkennung von glücksspielsuchtgefährdeten Spielern nachweisen. Das bisherige Trennungsgebot fällt: Künftig soll es erlaubt sein, Sportwetten und Automatenspiele auf derselben Online-Plattform anzubieten, und noch dazu Lotterien zu vermitteln. Online-Sportwetten üben auf Spieler:innen einen enormen Reiz aus. Nicht alle können damit umgehen und verfallen einer Wettsucht. Verschiedene Faktoren begünstigen dabei das Entstehen der Sucht.

Glücksspielstaatsvertrag: Regulierung von Online-Sportwetten

Aber tipico und andere werden von den Behörden geduldet, sie zahlen sogar Steuern an den Staat und halten sich an die Vorgaben. Und schließen Sponsoren-Verträge mit Fußballclubs - trotz der Grauzone. Schuld an der Misere sind die Bundesländer, die es in vier Jahren nicht geschafft haben, für geordnete Verhältnisse zu sorgen. Seit 2012 ist die Glücksspielregulierung in Deutschland eine beispiellose Hängepartie, deren Ende immer noch nicht absehbar ist. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte Anfang Februar die Bundesländer aufgeschreckt, im April hatte das Verwaltungsgericht (VG) Wiesbaden eine Begrenzung der Sportwettenlizenzen als nicht vereinbar mit EU-Recht eingestuft - und damit auch die neueren Pläne der Bundesländer durchkreuzt, die sich gegen einen Neustart wehren.

💡 Experten-Meinung: Rechtliche Grauzone

Mit dem mühsam ausgehandelten Glücksspielstaatsvertrag konnten die Länder das staatliche Lottomonopol noch einmal retten, sie mussten aber den Markt öffnen. Für sieben Jahre sollten 20 Konzessionen an Sportwetten-Anbieter vergeben werden. Nach vierjährigem Gezerre kann dieses Verfahren aber als gescheitert betrachtet werden. Die Länder wurden von mehreren Gerichten abgestraft, leer ausgegangene Anbieter klagten. Auch die von den Ländern getragene staatliche ODS Oddset Deutschland Sportwetten GmbH kann nicht mitmischen. Der Glaube, durch Taktik oder Wissen den Spielausgang beeinflussen zu können, lässt Zweifel schwinden. Schnelle Ergebnisse nach dem Einsatz verändern zusätzlich das Bewusstsein. Die Einsatzhöhe wird mitunter verschleiert, was die Risikobereitschaft fördert. Die Zahlen sprechend dabei eine klare Sprache: Laut Glücksspielatlas 2023 gibt es rund 1,3 Mio. Menschen mit einer Glücksspielstörung – Grund genug also, die Online-Wettanbieter in Deutschland mittels strenger Regularien in ihren teils Sucht-fördernden Praktiken einzuschränken. Seit Ende 2020 sind Online-Sportwetten legal möglich.

Staat verdient an Wetten Millionen

Davon zu unterscheiden sind laut Gesetz Casinospiele wie Roulette und Blackjack. Für diese sollen nur staatlich konzessionierte Unternehmen wie etwa Spielbanken Erlaubnisse erhalten, wobei die Bundesländer dabei weitgehend selbst über die Details der Regeln entscheiden können. Werbung für die sodann legalen Online-Angebote soll grundsätzlich erlaubt werden. Bislang hatte Schleswig-Holstein als einziges Bundesland vorübergehend Erlaubnisse für Online-Anbieter erteilt. Diese waren Anfang 2019 erloschen; die Landesregierung in Kiel bet wetten online paypal hatte sie verlängert. Grund dafür ist die Aufhebung eines bis dahin geltenden Vergabe-Stopps von Glücksspiel-Konzessionen, die für den deutschen Markt benötigt werden. Die Lizenzinhaber, sprich die Sportwettenanbieter, müssen sich dabei an bestimmte Regularien halten, die sich aus dem Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) ergeben und vornehmlich auf den Spielerschutz abzielen.

  • Rechtliche Grauzonen bei Auslandsanbietern ohne deutsche Lizenz
  • Risiken für Spieler bei der Nutzung nicht-lizenzierter Plattformen
  • Maßnahmen der GGL gegen illegale Anbieter (Payment-Blocking)
  • Möglichkeiten für Spieler, die Legalität eines Anbieters zu prüfen
  • Unterschiedliche Regulierung für Sportwetten und virtuelle Sportwetten
  • Aktuelle Entwicklungen in der Rechtsdurchsetzung und Rechtsprechung

Zu den Zielen des GlüStV gehören etwa: Lenkung des Spielerverhaltens hin zu legalen Glücksspiel-Angeboten, Förderung von ordnungsgemäßem Glücksspiel sowie Schutz vor Betrug und Folgekriminalität. Daraus ergeben sich verschiedene Auflagen, an die sich deutsche Online-Wettanbieter halten müssen. Neben der Konzessionspflicht umfassen diese unter anderem: Einzahlungslimits in Höhe von 1.000 EUR/Spieler:in, Inwiefern sich die Sportwettenanbieter mit ihren Online-Angeboten an diese und weitere Bedingungen halten, bleibt fraglich.

Sportwettenanbieter: Ein Marktcheck

Der Glücksspielstaatsvertrag soll allenfalls durch "minimalinvasive Eingriffe" fortentwickelt werden. So könnte die Zahl der Lizenzen auf 40 erweitert werden. Mathias Dahms vom Verband der privaten Sportwettanbieter DSWV hält davon nichts: "Eine Beschränkung auf 40 Konzessionen ist genauso willkürlich wie eine Beschränkung auf 20." Hauptgeschäftsführer Luka Andric plädiert für eine "qualitative Begrenzung" bet tipico konto loschen und neues eroffnen - auch mit Blick auf die unzähligen "unseriösen" Konkurrenzangebote im Internet. Das leidige Thema könnte am 16. Juni auf der Konferenz der Ministerpräsidenten erneut aufgerufen werden.

Bwin Deutschland

Womöglich wird bis dahin ein EU-Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Das hätten zwar die Länder verursacht, die Bundesregierung müsste es aber ausfechten. Sollte Hessen aussteigen, stellt sich die Frage, ob Glücksspiel in Deutschland überhaupt noch stringent geregelt wird. Einschließlich des Schwarzmarktes dürften sich die Umsätze bei bis zu sieben Milliarden Euro bewegen. In: Legal Tribune Online, 01.06.2016 , (abgerufen am: 30.05.2026 ) Das Glücksspiel in Deutschland steht vor einer Zeitenwende.

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